Dorothe Röschmann


© Harald Hoffmann
© Harald Hoffmann

Dorothea Röschmann wurde in Flensburg geboren und war Ensemblemitglied an der Deutschen Staatsoper Berlin, wo sie 2016 zur Kammersängerin ernannt wurde. Eng mit diesem Theater verbunden, verkörperte sie dort unter anderem Agathe; Ännchen mit Mehta; Nannetta mit Abbado; Eva, Elsa, Pamina, Fiordiligi, Susanna, Zerlina, Micäela, Donna Elvira, die Gräfin mit Barenboim und die Marschallin mit Sir Simon Rattle.

 

1995  gelang ihr der internationale Durchbruch bei den Salzburger Festspielen mit der Partie der Susanna in der Neuproduktion von Le Nozze di Figaro unter Nikolaus Harnoncourt. Seitdem ist sie als Elvira, Grafin Almaviva, Ilia, Servilia, Nannetta, Pamina, Florinda und Vitellia unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Harding, Sir Charles Mackerras und Christoph von Dohnányi nach Salzburg zurückgekehrt. Im Sommer 2014 war sie in Salzburg in Schuberts Fierrabras unter Ingo Metzmacher zu hören sowie zu Ostern 2016 als Desdemona in Otello unter der künstlerischen Leitung von Christian Thielemann.

 

An der Mailänder Scala sang sie die Partien der Gräfin Almaviva und Florindasowie Donna Elvira auf einem Gastspiel in Moskau. An der Wiener Staatsoper war sie als Susanna, als Gräfin Almaviva, als Donna Elvira und als Marschallin zu Gast und feierte 2016 ihr umjubeltes Debüt als Jenufa. An der Bayerischen Staatsoper in München war sie in den Rollen von Zerlina, Susanna, Ännchen, Marzelline, Anne Trulove, Donna Elvira und Rodelinda zu sehen und gab 2019 ihr Rollendebüt als Alceste. In anderen europäischen Ländern war sie als Norina an der Monnaie in Brüssel und als Gräfin und Pamina am Théâtre de la Bastille in Paris zu sehen. An der Metropolitan Opera in New York hat sie Susanna, Pamina, Elvira und Ilia mit Levine gesungen und am Royal Opera House Covent Garden Pamina und Fiordiligi mit Sir Colin Davis, Gräfin Almaviva mit Sir Antonio Pappano und Donna Elvira.

 

Zu den jüngsten Konzerthighlights zählen die Wesendonck-Lieder mit Robin Ticciati / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und Drei Bruchstücke aus Wozzeck mit Daniel Harding / Berliner Philharmoniker. Darüber hinaus sang sie Strauss‘ Vier letzte Lieder unter Daniel Barenboim / Staatskapelle Berlin, Daniel Harding / Filarmonica della Scala, Antonio Pappano in Rom, Yannick Nézet-Séguin in Rotterdam und Zubin Mehta in Valencia sowie die Titelrolle von Theodora in der Carnegie Hall mit Harry Bicket und dem English Concert, Faustszenen mit Daniel Harding / Berliner Philharmoniker, eine Europatournee mit Marris Jansons / Royal Concertgebouw Orchestra mit Mahlers Vierter Symphonie, Berg Sieben frühe Lieder mit Marc Albrecht / Rundfunk Sinfonieorchester Berlin und Dido in Dido und Aeneas in der Carnegie Hall mit Les Violons du Roy. In dieser Saison singt sie die  Wesendonck-Lieder mit Karina Canellakis / Orchestre de Paris, Tove in Gurre-Lieder mit Tokyo Symphony Orchestra, Rückert-Lieder mit Rafael Payare / San Diego Symphony Orchestra, Sascha Goetzel / Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra, Berg Sieben frühe Lieder mit Sir Simon Rattle / London Symphony Orchestra und Beethoven Chorfantasie mit Louis Langrée / Cincinnati Symphony.

 

Als renommierte Liedsängerin trat sie in der Londoner Wigmore Hall, im Amsterdamer Concertgebouw, im Wiener Konzerthaus sowie in Antwerpen, Lissabon, Madrid, Köln, Brüssel, Oslo sowie auf den Festivals in Edinburgh, München und Schwarzenberg auf. Sie sang 2013 mit Daniel Barenboim am Schiller Theater in Berlin und wird auch in dieser Spielzeit im Pierre Boulez Saal in Berlin mit ihm auftreten. Ebenso trat sie mit Mitsuko Uchida beim Lucerne Festival, in der Londoner Wigmore Hall und auf Tournee in den USA mit einem Abschlusskonzert in der New Yorker Carnegie Hall auf. Die Live-Aufnahme aus der Wigmore Hall wurde bei den Grammy Awards 2017 als "Best Solo Vocal Album" ausgezeichnet.

 

Zu ihren weiteren Aufnahmen gehören Gräfin Almaviva mit Harnoncourt; Pamina und Nannetta mit Abbado; Puccini Suor Angelica mit Pappano; Strauss Vier letzte Lieder mit Nézet-Séguin; Brahms Ein deutsches Requiem mit Rattle (Gewinner eines Grammy und Gramophone Awards); Mahlers Vierte Symphonie mit Harding; Händels Neun deutsche Arien mit der Akademie für Alte Musik Berlin; Der Messias mit McCreesh; Pergolesis Stabat Mater mit David Daniels und Fabio Biondi und eine Aufnahme mit Schumann-Liedern mit Ian Bostridge und Graham Johnson. Zwei CDs wurden beim Label Sony Classical veröffentlicht: 2014 erschien ihr Debütalbum Portraits, und 2015 eine mit Spannung erwartete Aufnahme von Mozart-Arien mit Daniel Harding und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, welche beide von der Kritik hoch gelobt wurden